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Der Pokal hat keine eigenen Gesetze

Die erste Runde im DFB-Pokal führte uns dieses Mal in den Landkreis Altötting. Der SV Wacker Burghausen wollte mit ihrem neuen Trainer Super Mario eine sogenannte Pokalsensation schaffen. Was die Medien und ihre “Fachleute” immer wieder so freut, hat nicht geklappt. Der Ballspielverein gab dem wackeren Burghausen (Wortspiel der Medien) genau das was zu erwarten war.

Der Ausflug begann gemütlich gegen ca. 1:30 Uhr in der früh. Als man dann endlich in Burghausen aufschlug, wurde man von einer begeistern Schar Seppls empfangen, die in Trachten gewandet die Avantgarde der ersten Bundesliga mit Blasmusik begrüßte.

Fröhliches Platteln

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Ich will das hier gar nicht lächerlich machen. Das Gegenteil ist der Fall. Schon lange ist man als Auswärtsfan nicht mehr so gastfreundlich von den Menschen behandelt worden. Man hatte wirklich das Gefühl, dass man willkommen war und die Menschen sich auf uns gefreut haben.

Leider gibt es bei der Gastfreundschaft aber auch Abzüge in der B-Note. Dass man sich bei der Sicherheitskontrolle in die Geldbörse schauen lassen muss, ist wirklich unterste Schublade. Was geht die Menschen in meiner Schlange an, dass ich vierhundert Euro in Bar mit mir herum trage? Dann auch noch die Schuhe ausziehen zu müssen, war einfach eine Frechheit! Liebe Sportfreunde aus Burghausen: damit habt ihr in nur zwei Handlungen die positive Grundhaltung der Masse euch gegenüber glatt mit einer Ablehnung ausgetauscht. Schade. Auch die Unflexibilität eurer Würstchenbuden im Stadioninnenraum den Becherpfand zu bezahlen, damit die Schlangen an den Getränkeständen entlastet würden, war mehr als traurig. In das Arbeitszeugnis schreibt man dann wohl: sie waren stets bemüht den Anforderungen gerecht zu werden.

Für die Dritte Liga ein ansprechendes Bild

Für einen so kleinen Verein war die Choreo der Fans durchaus ansprechend und verdient auf jeden Fall Respekt.

Die Fans von Wacker haben sich extra für den Pokalfight, der für sie sicherlich eine Art Saisonhöhepunkt darstellt, eine nette Choreo zusammen gefriemelt. Okay, in der Bundesliga hätte man damit sicherlich keinen Hering vom Teller gerissen, aber in Anbetracht der sonstigen Zuschauerzahlen, der aktuellen Liga und der Gesamtsituation ist diese Choreo wirklich eine sehr große Leistung gewesen.

Auf den Rängen gelang es Wacker jedoch mit einer eher mittelmäßigen Auswärtsleistung in die Schranken zu verweisen. Hier wäre durchaus mehr drin gewesen, wenn nicht ständig die Ultras versucht hätten ein Dauerlala durchzuziehen. Man muss doch merken, dass der Elan nach der zehnten Wiederholung auf der Tribüne nachlässt.

Das Spiel ist wie geplant so daher gedröppelt. Lucas Barrios hat schon in der vierten Minute das nicht wirklich überraschende erste Tor erzielt. Auf der eigenen Tribüne war dieses aber nicht wirklich zu erkennen. Zu viele Spieler versperrten die Sicht auf die andere Spielhälfte. So rastete die Tribüne erst mit einer Verzögerung von gut zwei Sekunden aus.

Interessant auch, dass Mario Basler seinen Spielern nicht verraten hat, dass Neven Subotic ein Kopfballungeheuer ist. Wenn sich unsere Verteidigungsminister schon bei Standards nach vorne begibt, trifft er öfters und dann mit dem Kopf. Hätte man wissen können. Uns war es egal. Nach einer Viertelstunde war somit klar, dass hier nichts mehr anbrennt. Zu beschränkt und harmlos die Bemühungen des oberbayrischen Pokalschrecks in Ausbildung. Nach dem dritten Tor durch Kevin Großkreutz schaltet Jürgen Klopp seine Mannen auch gleich vier Gänge herunter und so kam auch Burghausen zu ein paar wirklich schönen Szenen, die aber dank der eigenen Nervosität nicht von Erfolg gekrönt waren.

Sektion Stadionverbot

Die Sek SV ging baden

Was ein wenig störte war der Support der sogenannten “Sektion Stadionverbot”, die im benachbarten Freizeitbad sich zunächst auf die Rutsche und später auf den Fünf-Meter-Turm stellten um in das Stadion sehen zu können. Sollen sie meinetwegen. Ich störe mich ausschließlich an der bedingungslosen Solidarität (“Ihr seid unsere Brüder!”, “Gegen alle Stadionverbote!”), die hier vorgetragen wird. Ich weigere mich pauschal alle Stadionverbote abzulehnen, wenn ich sehe was einige dieser Sek SV auf dem Kerbholz haben. Wer Gewalt an Sachen und Personen ausübt, der hat meine Solidarität verwirkt. Ihr seid keine Brüder. Brüder schleudern nicht mit Dreck auf den Ruf ihrer Brüder. Ich bin gegen unberechtigte Stadionverbote, aber das sind maximal zehn Prozent. Die restlichen neunzig Prozent sollen der Borussia bitte für immer fern bleiben.

Nach dem Spiel sollte es schnell nach Hause gehen. Was hatte Burghausen schon zu bieten? Die wenigsten Menschen dort unten habe ich phonetisch verstanden. Es gab sich auch kaum jemand Mühe verständlich zu sprechen. Ich wollte schon ganz wie im Ausland üblich englisch sprechen um mich verständig machen zu können.

Aber halt! Eine Touri-Attraktion haben wir auf dem Rückweg gestriffen. In Eggenfelden gibt es einen geschichtsträchtigen Kreisverkehr, den der wohl größte Sohn des Landkreises bundesweit in die Medien gebracht hat.

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